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Darf ein Mann Betreuungspflichten haben? 
Arbeitswelt / Geschlecht / Beendigung / Assoziierung

Herr W. ist als Informatiker in einem großen Konzern tätig. 
Herr W. und seine Frau erwarten ein Kind. Er möchte bei der ambulanten Geburt dabei sein und seine Frau in den ersten zwei Wochen nach der Geburt unterstützen. Aus diesem Grund beantragt Herr W. den ihm nach Kollektivvertrag zustehenden Sonderurlaubstag für die Geburt sowie Pflegefreistellung zur Unterstützung seiner Frau.

Der Geschäftsführer genehmigt diesen Antrag mit der Anmerkung, es sei in der Firma nicht üblich, dass Männer wegen einer Geburt Pflegefreistellung in Anspruch nehmen. Da es im Unternehmen möglich ist, auch im Home-Office zu arbeiten, ersucht Herr W. seinen Vorgesetzten, sich von zu Hause aus in ein neues Projekt einarbeiten zu dürfen. 
Der Geschäftsführer stimmt dem Anliegen mündlich zu, reagiert aber am nächsten Arbeitstag plötzlich mit Unverständnis darauf, dass Herr W. nicht im Büro anwesend ist. Herrn W. wird gekündigt.

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