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Väter und Vereinbarkeit von Job und Familie: Why it matters!

Illustration Vereinbarkeit

Herr E ist zum Zeitpunkt der Geburt seines Kindes in einer Führungsposition eines männerdominierten Finanzdienstleistungsunternehmens tätig. Er hat vor in Elternteilzeit zu gehen, um seinen Betreuungsverpflichtungen nachzukommen. Sein Arbeitgeber ist hiermit zuerst nicht einverstanden; schlussendlich einigt man sich aber auf eine "Elternteilzeit" von 37,5 Stunden. Nachdem diverse Abmachungen vonseiten des Arbeitgebers nicht eingehalten werden und Herr E sich in punkto Arbeitszeit immer wieder schikanös behandelt fühlt, reduziert er diese schließlich auf 9,5 Wochenstunden reduziert. Daraufhin verschlechtern sich seine Arbeitsbedingungen massiv und ihm werden etwa Aufgaben zugewiesen, die sonst von Praktikant_innen erledigt werden. Er erfährt, dass sein Vorgesetzter und der Geschäftsführer des Unternehmens eine Wette abschließen, wie lange er die Elternteilzeit wohl durchhalten wird. Nach mehreren Jahren erträgt Herr E die Arbeitssituation nicht mehr und kündigt. Nach diversen Hürden kommt er schlussendlich mit Hilfe der AK und der GAW nach eineinhalb Jahren zu seinem Recht und erhält Schadenersatz. Durch ein Schreiben der GAW an das AMS kann erreicht werden, dass die Sperre des Arbeitslosengeldes aufgehoben wird, weil Herr E ja wegen einer Diskriminierung kündigen musste. Auch hier erhält er das Geld nachgezahlt.

Es ist wichtig, dass sich unbewusst bestehende stereotype Vorstellungen zu Elternschaft und Beruf – speziell auch über kinderbetreuende Männer – nachhaltig in unserer Gesellschaft verändern.

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