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GAW Newsletter Juni 2021 GAW-News zum Pride-Monat Juni

Das Thema sexuelle Belästigung wird in Österreich gerade an einem aktuellen Fall und unter großer medialer Begleitung diskutiert. Ich durfte zu dem Thema mehrfach medial Stellung nehmen, lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite. Passend dazu gibt es auch neue Judikatur zur strafrechtlichen Relevanz von sexueller Belästigung – „Pograpschen“ ist nun kein Kavaliersdelikt mehr!

Wir freuen uns, dass pünktlich zum Pride-Monat Juni unser Leitfaden zur geschlechtersensiblen Sprache erscheint, der praktische Vorschläge zur sprachlichen Inklusion von intergeschlechtlichen, transgender und nicht-binären Menschen bietet.

Außerdem finden Sie in diesem Newsletter zwei Fälle des Monats zu LGBTIQ-Themen, eine Stellungnahme zum Informationsfreiheitsgesetz, einen Kommentar zum Richtlinienvorschlag für Einkommenstransparenz und vieles mehr. Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter auch an andere interessierte Personen weiterleiten und wünschen angeregte Lektüre!

Sandra Konstatzky, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft

Aktuelle Publikationen

Leitfaden zur geschlechtersensiblen Sprache

Unsere Sprache ist stark binär geprägt, also von den Geschlechtskategorien „Mann“ und „Frau“. Intergeschlechtliche, transidente und nicht-binäre Menschen werden dadurch in der Sprache unsichtbar gemacht. Die GAW möchte einen Beitrag zu inklusiver Sprache leisten und hat in Zusammenarbeit mit Expert:innen aus Wissenschaft und Interessenvertretung einen Leitfaden zu geschlechtersensibler Sprache erstellt. Er erklärt Hintergründe und Grundbegriffe wie Inter- und Transgeschlechtlichkeit sowie Nicht-Binarität und enthält praktische Vorschläge und Anleitungen für geschlechtersensible Formulierungen.

Zum Leitfaden

Stellungnahme zum Informationsfreiheitsgesetz

Transparenz ist unumgänglich für verantwortungsvolles staatliches Handeln. Dabei muss jedoch der Datenschutz, etwa für Klient:innen der GAW, gewährleistet bleiben. Auch bezüglich der Einführung eines Sondervotums für Richter:innen des VfGH hat die GAW Bedenken: Gerade bei Themen des Minderheitenschutzes könnte die Veröffentlichung eines Sondervotums die Akzeptanz von Urteilen schmälern und damit rechtliche Errungenschaften unterlaufen.

Zur Stellungnahme

parents@work: Info-Video und Broschüre

Im Projekt parents@work wurden Eltern zu ihren Diskriminierungserfahrungen befragt – und berichteten von heiklen Zeitpunkten, schwierigen Abgrenzungen und erzwungener Lebensänderung. In einem neu erschienen Video sprechen wir über Fallen und Folgen von Elterndiskriminierung und das Beratungsangebot der GAW. Weiters präsentieren wir eine neue Kurzbroschüre mit den Projektergebnissen.

Zu Video und Broschüre

Veranstaltungen

Die Reinigungsbranche – eine Branche, die Anerkennung und Respekt verdient

17. Juni 2021, 10 bis 13 Uhr

Meist ungesehen und selten wertgeschätzt halten zumeist Frauen in der Reinigung unser System am Laufen. Viele Frauen verdienen in der Reinigungsbranche jedoch weniger als Männer. Das liegt unter anderem an ihrer Einstufung im Kollektivvertrag. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft und die Gewerkschaft vida diskutieren in einer Enquete die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in der Reinigungsbranche. Verfolgen Sie die Kurzvorträge und die anschließende Podiumsdiskussion im Live-Stream!

Zu weiteren Informationen zur Veranstaltung

Aktuelle Blogposts

Lohntransparenz: Richtlinienvorschlag der EU-Kommissione

Die EU-Kommission hat im März einen Vorschlag für mehr Lohntransparenz vorgelegt. Dieser würde neue Einkommensberichte, verbesserte Rechte für betroffene Arbeitnehmer:innen und einen Gerichtszugang für die Gleichbehandlungsanwaltschaft bringen. Im Gleichbehandlungsblog analysieren wir den Entwurf.

Zum Blog-Beitrag

Fälle des Monats

Entgeltdiskriminierung: „Mädchenschule“ weniger wert?

Zum Fall des Monats April

Wohnung nur für Heteros? Oder nicht für Migrant_innen?

Zum Fall des Monats Mai

Unfreiwillig geoutet: ­„Geschlechtsänderung“ im Adressfeld

Zum Fall des Monats Juni

Aktuelle Judikatur 

EuGH: Diskriminierungsopfer haben neben einer finanziellen Entschädigung Anspruch auf Überprüfung der Diskriminierung

Zur Zusammenfassung der Entscheidung

OGH: Tätschelndes Berühren des Gesäßes ist sexuelle Belästigung im strafrechtlichen Sinn

Zur Zusammenfassung der Entscheidung