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GAW Newsletter Dezember 2018

Das Team der Gleichbehandlungsanwaltschaft wünscht interessante Lektüre!

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft sendet Ihnen zum Jahreswechsel Menschenrechtsgrüße, die ganz im Zeichen von 70 Jahren UN-Menschenrechtsdeklaration stehen:

Die Menschenrechtstagskarte als PDF-Dokument zum Weiterschicken

Rückblick auf kürzlich stattgefundene Veranstaltungen

20 Jahre Regionalbüro Tirol, Salzburg und Vorarlberg der GAW

Das Regionalbüro Tirol, Salzburg und Vorarlberg der GAW feierte im November 2018 sein 20-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums wurde in Kooperation mit Tricky Women ein Kurzfilmprogramm zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung und Gleichbehandlung zusammengestellt und in Kinos in Innsbruck, Bregenz und Salzburg präsentiert. Dabei wurde auch der Informationsclip "Wege zum Recht", der im Auftrag der GAW von Andrea Schneider produziert wurde, erstmals in einem Kinosaal gezeigt. Beim anschließenden Get-together fand ein anregender Austausch mit unseren langjährigen VernetzungspartnerInnen statt. Zudem konnten neue Kontakte für künftige Zusammenarbeiten geknüpft werden.

Information zur Veranstaltung 20 Jahre Regionalbüro Tirol, Salzburg und Vorarlberg der GAW

Kurzfilmabend in Wien

Auch in Wien wurde oben genanntes Kurzfilmprogramm gezeigt - im Rahmen des This Human World Filmfestivals 2018 lud die Gleichbehandlungsanwaltschaft ins Schikaneder-Kino und präsentierte bei der Gelegenheit ebenfalls ihren Informationsclip "Wege zum Recht". Danach konnte bei einem Getränk noch über die Filme und die Arbeit der GAW gesprochen werden.

70 Jahre Menschenrechte - Leave no one behind

Anlässlich eines Board Meetings von EQUINET, dem europäischen Netzwerk von Gleichbehandlungsstellen, lud die GAW in Wien zu einem Side-Event in Kooperation ins Haus der Europäischen Union. Diskutiert wurden die Verbindungen zwischen der Arbeit von Gleichbehandlungsstellen mit der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung der UNO und den UNO-Nachhaltigkeitszielen sowie dafür notwendige Standards für Gleichbehandlungsstellen in Bezug auf deren Unabhängigkeit und Effektivität (siehe auch beim Tätigkeitsbericht).

Informationen zur Veranstaltung 70 Jahre Menschenrechte

Diskriminierung von Muslim*innen - Gemeinsam handeln gegen Rassismus

Meine Schüler und Schülerinnen kennen ihre Rechte nicht, sie haben den Eindruck, dass sie allein gelassen werden, dass niemand ihnen hilft. Dabei gibt es ja Beratungsstellen und Möglichkeiten, sich zu wehren.“ (Rabia, Lehrerin)

Diese Aussage einer der insgesamt 130 TeilnehmerInnen an einer Veranstaltung der GAW am 12.12. bestätigt die Ergebnisse der zweiten EU-weiten Erhebung zu Minderheiten und Diskriminierung betreffend Muslim*innen (EU MIDIS II Report der EU-Grundrechteagentur). Diese zeigte deutlich, dass die Betroffenen ihre rechtlichen Möglichkeiten und die einschlägigen Beratungseinrichtungen zu wenig kennen.

Die GAW lud daher in Kooperation mit der Dokustelle – Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus, IDB – Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen , Gewerkschaft vida, Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen und ZARA – Zivilcourage und Antirassismusarbeit insbesondere MultiplikatorInnen zu einem Nachmittag mit Vorträgen, Workshops und Kleingruppenarbeiten. Bei dieser Großveranstaltung wurden das Interesse und der Bedarf an Vernetzung und gemeinsamem Handeln in Bezug auf Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus spür- und sichtbar.

Informationen zur Veranstaltung Gemeinsam handeln gegen Rassismus

Tätigkeitsbericht 2016/17

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft präsentierte im November den aktuellen Bericht über unsere Tätigkeiten und Wahrnehmungen 2016/2017 im Gleichbehandlungsausschuss.

Im Berichtszeitraum wurde eine langjährige Forderung erfüllt: mit der Regionalisierung steht nun das gesamte Beratungsangebot auch in den Regionalbüros der Gleichbehandlungsanwaltschaft zur Verfügung. Das verbessert den Zugang zum Recht, stärkt die Position der Regionalbüros und hilft mit, die Zersplitterung im Gleichbehandlungsrecht zu reduzieren.

Leider ging das noch nicht mit einer personellen Ressourcenaufstockung einher. Die GAW fordert daher personelle Aufstockung. Da auch die Herausforderungen in der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit (zum Beispiel durch die metoo Kampagne) gestiegen sind, benötigt die GAW auch hier zusätzliche personelle Ressourcen.

Ein weiteres wesentliches Anliegen ist das Levelling up also die Herstellung des gleichen Schutzes vor Diskriminierung für alle Gründe außerhalb der Arbeitswelt. Es gilt hier eine ausgewogene Lösung zwischen Privatautonomie und Menschenwürde herzustellen.

Ausgehend von aktuellen Empfehlungen vom Europarat und von der Europäischen Kommission zu Standards für Gleichbehandlungsstellen fordern wir im Hinblick auf die Gewährleistung von effektivem Rechtsschutz Klagsrechte, zum Beispiel eine Verbandsklage.

Zum Tätigkeitsbericht 2016/17

Faktenatlas

Der Faktenatlas bietet eine Übersicht über die Gleichbehandlungs- und Antidiskriminierungsstellen in Österreich, die Menschen unabhängig beraten und unterstützen können.

Zum Faktenatlas

Fälle des Monats

„Keine Macht den Vorurteilen“

Frau A erfährt, dass ihr Vorgesetzter demnächst aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Sie möchte sich als seine Nachfolgerin bewerben, wird aber bitter enttäuscht.

Fall des Monats September 2018

„Lady's Day: Frauen trainieren heute günstiger!“

Frau und Herr M besuchen manchmal gemeinsam ein Sportcenter. Im Laufe der Zeit bemerken sie, dass Frau M an einem bestimmten Tag in der Woche einen ermäßigten Eintritt erhält. Dieser ermäßigte Eintritt wird auch auf der Website des Sportcenters beworben. Die beiden verstehen den Grund für diese Ermäßigung nicht, Herr M fühlt sich aufgrund seines männlichen Geschlechts benachteiligt.

Fall des Monats Oktober 2018

Macho Macho muss ma sein ...“

Frau Z hat ein technisches Studium sowie einen Universitätslehrgang absolviert und will nach über fünf Jahren Beschäftigung in einem großen deutschen Unternehmen aus privaten Gründen wieder nach Österreich zurückkehren.

Sie setzt sich im Bewerbungsverfahren für eine Abteilungsleitungsposition in einem Technologie-Unternehmen durch und arbeitet voller Engagement als einzige Frau in einem Team mit acht Männern.

Das Arbeitsklima ist zunächst sehr gut und Frau Z kann einige beachtliche berufliche Erfolge verbuchen. Zunehmend verändert sich die Kommunikation in den Meetings jedoch ins Negative, die Kollegen werten sie ab, ignorieren sie und halten beruflich wichtige Informationen zurück. Als Frau Z erfährt, dass sie als „Vorzeige-Frauchen“ gilt, fühlt sie sich so verletzt, dass sie in diesem Unternehmen nicht weiter arbeiten möchte.

Fall des Monats November 2018

Falsche Generation?

Herr T möchte mit 60 Jahren nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses beruflich an ein anderes Unternehmen anknüpfen. Er wird jedoch mit der Begründung, dass er der "falschen Generation" angehöre, vom Bewerbungsprozess ausgeschlossen.

Fall des Monats Dezember 2018