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GAW Newsletter - Equal Pay Day 2026
Eine Frau arbeitet in einem Labor an einem Mikroskop. Frontale Aufnahme.

Der Countdown läuft – Lohntransparenz für mehr Einkommensgerechtigkeit

Heute ist österreichweiter Equal Pay Day. Nach Berechnungen von Business and Professional Women Austria bedeutet das: In Österreich arbeiten Frauen seit Jahresanfang bis zum heutigen Tag im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen de facto gratis. Ein großer Teil dieses Gender Pay Gaps lässt sich nicht durch Faktoren wie Ausbildung oder Berufserfahrung erklären. Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen sind demnach wesentlich auf diskriminierende Strukturen zurückzuführen.

Unsere Beratungspraxis zeigt: Im Arbeitsalltag erfahren Frauen oft nur zufällig, dass sie weniger verdienen als Männer in gleicher oder gleichwertiger Position. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist also für viele noch in weiter Ferne.

Ein zentraler Hebel, um diese hohe Intransparenz zu beenden und die ungerechtfertigte Einkommensschere zu schließen, ist die EU-Lohntransparenz-Richtlinie. Ihre Umsetzung in Österreich muss bis 7. Juni erfolgen. Wir brauchen eine Umsetzung, die einen wirklichen Unterschied macht.

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft informiert auf ihrer Website zu Entgeltdiskriminierung und Lohntransparenz. Ein neues Fallbeispiel verdeutlicht, welche negativen Auswirkungen Intransparenz für betroffene Frauen hat. In einem aktuellen Blogbeitrag zeigen wir außerdem, wie die Richtlinie die Rechtsdurchsetzung für Betroffene von Entgeltdiskriminierung stärken kann.

Als Gleichbehandlungsanwaltschaft fordern wir einen Kulturwandel: Gehalt darf kein Tabu mehr sein, und Unternehmen tragen die Verantwortung dafür, ihre Gehaltsstrukturen aktiv diskriminierungsfrei gestalten. Dafür braucht es klare rechtliche Rahmenbedingungen.

Folgen Sie uns unter @wege_zur_gleichbehandlung, um zu Lohntransparenz und anderen Maßnahmen gegen Entgeltdiskriminierungen informiert zu bleiben!

Der Countdown läuft – nutzen wir die Chance auf eine wirksame Umsetzung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie und damit auf mehr Einkommensgerechtigkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Sandra Konstatzky
Leiterin Gleichbehandlungsanwaltschaft


Fall des Monats Februar

Durch Zufall erfährt Frau P, dass ihr Nachfolger für seine Leitungstätigkeit eine Zulage erhält, die sie selbst trotz wiederholter Forderungen nicht erhalten hat. Obwohl die Gleichbehandlungskommission eine Entgeltdiskriminierung feststellt, weigert sich der ehemalige Arbeitgeber, Schadenersatz zu zahlen.


Medienfactsheet: Equal Pay Day

Seit fast 50 Jahren ist die Zielsetzung gleicher Lohn für gleiche Arbeit rechtlich verankert. Und trotzdem sind die Unterschiede nach wie vor groß. Das Medienfactsheet der GAW zeigt auf, welche Ursachen es für den Gender Pay Gap gibt und welche strukturellen Veränderungen eine wirkungsvolle Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie bringen kann.


Gleichbehandlungsblog

Mehr Rechte für Betroffene von Entgeltdiskriminierung: Wie die Lohntransparenz-Richtlinie bei der Rechtsdurchsetzung helfen soll
Wer vermutet, beim Entgelt aufgrund des Geschlechts diskriminiert zu werden, steht derzeit bei der Entscheidung, eine Klage zu führen, vor großen Hürden. Die EU-Lohntransparenzrichtlinie, die bis Juni 2026 umzusetzen ist, soll für Betroffene wichtige Verbesserungen bringen – sowohl bei der Beweislage als auch beim Kostenrisiko.


Gleichbehandlungsblog

Ethik und Diskriminierungsbekämpfung: Welchen Einfluss haben die Daten, mit denen eine KI trainiert wird?
Brigitte Krenn ist die stellvertretende Leiterin des österreichischen Forschungsinstituts für Artificial Intelligence. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft hat im Rahmen einer Interviewreihe mit ihr über die ethische Nutzung von KI sowie die Bekämpfung von Diskriminierung mithilfe von KI gesprochen und welche Rolle die Daten dabei spielen.


Gleichbehandlungsblog

Simulation oder echte künstliche Intelligenz: Was sind die Grundlagen von Large Language Models?
Brigitte Krenn ist die stellvertretende Leiterin des österreichischen Forschungsinstituts für Artificial Intelligence. Das Institut wurde 1984 mit dem Ziel gegründet, KI-Forschung zu betreiben. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft hat mit ihr über die Ursprünge und Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz gesprochen und Mythen aufgedeckt.

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Grundlegende Richtung: Informationen über aktuelle Themen und Aktivitäten der Gleichbehandlungsanwaltschaft
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