Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr.

Beschimpft, belästigt – nicht geschützt

Herr X ist ein schwuler junger Mann. Er wendet sich aufgrund eines akuten Schadensfalls in seiner Wohnung am Wochenende an einen Heizungsinstallations-Notdienst. Zum vereinbarten Termin erscheinen zwei Mitarbeiter in seiner Wohnung und beginnen, die Reparaturen vorzunehmen. Als sie die Regenbogenfahnen sehen, die zur Dekoration an der Wand hängen, beginnen sie, Herrn X zu beschimpfen. Sie wollen ihm ein stark überhöhtes Honorar in Rechnung stellen, das in keiner Weise zuvor vereinbart war. Herr X, der selbst eher zierlich gebaut ist, fühlt sich aufgrund der körperlichen und zahlenmäßigen Überlegenheit der beiden Handwerker massiv bedroht und ruft per Handy einen Freund zu Hilfe. Herr X hat den Eindruck, dass die beiden in ihm aufgrund seiner sexuellen Orientierung und seiner körperlichen Unterlegenheit ein "leichtes" Opfer sehen. Gestärkt durch den Freund am Telefon gelingt es ihm, die beiden Handwerker aus seiner Wohnung zu werfen. Diese verlassen die Wohnung ihn laut beschimpfend, stellen ihm aber gar keine Rechnung aus. Herr X lässt sich beraten und erfährt, dass er gegen diese Belästigung nicht rechtlich geschützt ist.

zur Analyse (PDF, 251 KB)