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Neutrales Auftreten erwünscht

M ist 15-jährige Schülerin und möchte die "berufspraktischen Tage" in einer Zahnarztpraxis absolvieren. Sie trägt das muslimische Kopftuch. Sie erkundigt sich in der Ordination von Dr. A, ob sie die Schnuppertage dort absolvieren könne. Dr. A erklärt, dass er keine Schnupperpraktika an Schülerinnen mit Kopftuch vergibt. M ist enttäuscht. Sie lässt sich von der Gleichbehandlungsanwaltschaft beraten. Diese nimmt mit Dr. A Kontakt auf. Da es zu keiner für M guten Lösung kommt, lässt sie die Diskriminierung von der Gleichbehandlungskommission überprüfen. Dort behauptet Dr. A, dass in seiner Ordination ein "Neutralitätsgebot" herrsche – alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten nach außen hin "neutral" auftreten. Die Gleichbehandlungskommission stellt fest, dass M nicht diskriminiert wurde. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft ist anderer Meinung.

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