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Muslim_innen am Wohnungsmarkt – mangelhafter Schutz

Familie U ist 2010 aus Palästina nach Österreich geflohen und hat seit Juli 2014 den Status als Asylberechtigte. Die Familie findet ein geeignetes Haus in einer Gemeinde im Weinviertel in Niederösterreich und schließt mit der Eigentümerin einen Kaufvertrag ab. Da die Familie seit weniger als 10 Jahren in Österreich lebt, muss die Grundverkehrsbehörde der Landesregierung den Kauf genehmigen. Im Rahmen dieses Verfahrens erklärt die Gemeinde, dass sie gegen den Erwerb des Hauses durch die Familie U ist. Die "Kulturkreise der islamischen und der westlichen Welt" würden „in ihren Wertvorstellungen, Sitten und Gebräuchen weit auseinanderliegen“.

Die Grundverkehrsbehörde entscheidet trotzdem im Sinne der Familie U, da diese ein dringendes Wohnbedürfnis hat. Die Gemeinde bekämpft diese Entscheidung, aber auch das Landesverwaltungsgericht entscheidet im Sinne der Familie U und der Kauf des Hauses kann Ende 2019 abgeschlossen werden. Die Familie hat auf Grund der negativen Stimmung im Dorf Angst um die Sicherheit ihrer Kinder und ist bis jetzt nicht in das Haus eingezogen.

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