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Ohne Händeschütteln keine Untersuchung 

Das Ehepaar A, Muslim_innen türkischer Herkunft, konsultiert einen Kassenarzt. Herr A erwidert die zur Begrüßung ausgestreckte Hand des Arztes mit einem Handschlag. Frau A legt zur Begrüßung ihre rechte Hand aufs Herz und neigt den Kopf leicht nach vorne. Daraufhin fragt der Arzt, warum sie sich nicht integrieren. Nachdem er keine Antwort erhält, meint er, sie müssten sich an die österreichische Kultur anpassen und erklärt, die Behandlung sei erledigt und das Ehepaar A könne gehen.

Herr A möchte zunächst auf Grund seiner Betroffenheit über die Verweigerung der Behandlung die Polizei rufen. Schließlich verlässt das Ehepaar A die Ordination ohne Einschaltung der Polizei und wendet sich an eine NGO, die den Kontakt zur Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) herstellt. Die GAW ersucht den Kassenvertragsarzt um Stellungnahme zu dem Vorfall und lässt den Fall von der Gleichbehandlungskommission prüfen.

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