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GAW-Projekt Parents@Work

Studie zu Diskriminierungserfahrungen von Eltern am Arbeitsplatz fertig

Im laufenden Projekt zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurden ehemalige Klient_innen der GAW zu ihren Diskriminierungserfahrungen als Eltern befragt. Die Ergebnisse wurden nun ausgewertet, die Zusammenfassung der Studie ist in Kürze auf der Webseite "Parents@Work" nachzulesen.

Hintergründe: "Bilder im Kopf" und fehlende Standards…

Dabei haben die Forscherinnen fünf strukturelle Probleme gefunden, die Diskriminierung von Eltern am Arbeitsplatz fördern. Dabei geht es in erster Linie um unbewusst bestehende stereotype Vorstellungen. Diese "Bilder im Kopf", etwa darüber, wie leistungsbereit Eltern sind, haben auch Führungskräfte und tragen dazu bei, dass Eltern in Unternehmen benachteiligt werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass es in vielen Unternehmen keine professionellen Standards für den Umgang mit Elternschaft von Mitarbeiter_innen gibt. Dadurch entscheiden Führungskräfte in jedem Fall einzeln – diese Entscheidungen sind wiederum stark von deren persönlicher Einstellung beeinflusst. Damit entsteht eine Art Teufelskreis.
Die Studienergebnisse werden in den nächsten Wochen präsentiert – bitte beachten Sie dazu die aktuellen Informationen auf unserer Homepage.

Auch Beschwerden von Eltern im Zusammenhang mit der Corona-Krise zeigen eine große Belastung dieser Personengruppe, wie das Zitat einer Betroffenen aus einem Mail an die GAW zeigt: "Für meine Arbeit kann ich nicht ausreichend arbeiten, für meine Kinder kann ich nicht ausreichend da sein, für mein Studium kann ich nicht ausreichend lernen". Eltern mit Kindern unter 14 wurden Mehrfachbelastungen verordnet, ohne dass sie im Gegenzug Rechtsansprüche oder Klarheit über Fragen wie die Möglichkeit zu außerhäuslicher Kinderbetreuung erhalten haben (siehe dazu die GAW-Blogs "Home-Schooling" und "Brauchen sie wirklich einen Platz für Ihr Kind?").

Derzeit läuft Befragung "was tun Unternehmen für Eltern – generell und seit Corona?"

Aktuell werden im Projekt parents@work Unternehmen befragt, was sie für arbeitende Eltern anbieten, welche Maßnahmen für Mitarbeiter_innen mit Kindern gesetzt werden – generell und auch im Zusammenhang mit Corona. Also ob die Unternehmen die Sonderfreistellung für Eltern anbieten bzw. welche sonstigen Möglichkeiten Eltern offenstehen. Damit soll die Perspektive der Unternehmen auf Elternschaft von Mitarbeiter_innen in das Projekt einfließen.

Aus der Zusammenschau beider Seiten werden sodann Tools zum Abbau von Elterndiskriminierung am Arbeitsplatz entwickelt und Maßnahmen vorgeschlagen. Nähere Informationen auch auf https://www.facebook.com/Parents-at-Work-Changing-Perceptions-113732856995474